„Danke – jetzt geht’s mir viel besser!“

von Judith Weidermann

Über 20 Männer und Frauen kamen mit ihren Schützlingen in die kostenlose Tierarztsprechstunde des Diakonischen Werks Karlsruhe

(jw) Rege genutzt und dankbar angenommen wurde die diesjährige Tierarztsprechstunde im Wohnungslosen-Tagestreff „TÜR“ des Diakonischen Werks Karlsruhe. Sieben Katzen und 16 Hunde konnten dort am 27. September ausführlich untersucht werden, erhielten Impfungen, Wurmkuren und Chips. Organisiert wurde die Sprechstunde von den Mitarbeitenden der Straßensozialarbeit in Kooperation mit dem Tagestreff.
Tierärztin Dr. Birgit Krautz aus Lichtenau behandelte die vierbeinigen Patienten auf ehrenamtlicher Basis. Die zur Verfügung gestellten Medikamente und Impfstoffe waren dank einer Spende in Höhe von 1.000 Euro durch den Verein „Pfotenhilfe Karlsruhe und Umgebung e.V.“ für die Tierhalter/-innen ebenfalls kostenlos.

„Für viele unserer Klientinnen und Klienten ist ihr Tier ihre Familie“, erklärt Straßensozialarbeiterin Gabriela Burdeti. „Sie würden eher selbst auf eine Mahlzeit verzichten, als dass sie ihren Hund oder ihre Katze hungern lassen würden.“ Das Verantwortungsgefühl, den Vierbeiner auch medizinisch versorgen zu lassen, sei durchaus da – allerdings könnten sich viele keinen regulären Tierarztbesuch leisten.  

„Uns ist vor allem wichtig, dass die Tiere die Behandlung bekommen, die sie brauchen, – egal, ob ihre Halter gut situiert sind oder nicht“, betonte Birgit Krautz.

Die Tierarztsprechstunde in der „TÜR“ für die Hunde und Katzen Wohnungsloser bzw. Bedürftiger wird in der Regel einmal jährlich im Sommer oder Herbst angeboten und wechselt sich seit Bestehen der „Karlsruher Vesperkirche“ mit der dortigen Tierarztsprechstunde im Winter ab. Die medizinische Untersuchung und Beratung ist meist kostenlos; Impfungen, Entwurmung und Chippen können die Tierhalter für geringes Geld durchführen lassen. Nachdem die Sprechstunde 2016 hatte ausfallen müssen, war u.a. die Spende durch den Verein „Pfotenhilfe“ willkommener Anlass gewesen, die Tradition wieder aufleben zu lassen.    

 

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